Fruchtwasseruntersuchung – frühzeitig Krankheiten erkennen
Die Amniozentese gehört zu den pränatalen Untersuchungsmöglichkeiten, sie ist eine Möglichkeit der Frühdiagnostik von chromosomalen Anomalien und Erkrankungen des Embryos und erfolgt in der 15.- 16. Schwangerschaftswoche. Dabei wird mit Hilfe einer dünnen Nadel, die durch die Bauchdecke in die Fruchtblase geführt wird, etwa 20 Milliliter Fruchtwasser entnommen. Im Labor werden in der Flüssigkeit enthaltene Zellen extrahiert und zur weiteren Untersuchung vermehrt. Die Zellen stammen dabei aus den Nieren oder dem Magen-Darm-Trakt des Föten. Während der Fruchtwasserentnahme erfolgt die ständige Kontrolle der Lage des Embryos durch Ultraschall, daher besteht bei fachgerechter Durchführung kein erhebliches Risiko für das Kind durch Verletzung mit der Nadel. In wenigen Fällen können Blutungen oder leichte Verletzungen der Gebärmutter auftreten, die Gefahr einer Fehlgeburt wird auf 0,5 Prozent geschätzt. Die Ergebnisse, die durch Amniozentese gestellt werden, können mit einer 99%igen Sicherheit Aufschluss über Chromosomenaberrationen geben. Die Fruchtwasseruntersuchung ist keine generelle Empfehlung, Indikation für die Amniozentese besteht vor allem bei erhöhtem Alter der Schwangeren (über 35 Jahre), da gerade hier das Risiko für genetische Veränderungen des Embryos gesteigert ist und mittels Flüssigkeitsentnahme Anomalien erkannt werden können (z. B. Trisomie 21). Auch bei Auftreten von Erbkrankheiten in der Verwandtschaft sollte eine Fruchtwasseruntersuchung erfolgen, um Aufschluss zu geben.
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http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/fruchtwasseruntersuchung.htm