Magengeschwür – mögliche Folge von langzeitiger Schmerzmitteleinnahme
Ein Magengeschwür wird verursacht durch eine Gleichgewichtsstörung des Magensäuregehaltes. Denn zu viel der aggressiven Säure kann die Schleimhaut des Magens angreifen und verletzen. In diesem Fall kann sich ein Magengeschwür entwickeln. Doch welche Faktoren begünstigen diese krankhafte Veränderung unseres Körpers? Hier sind mehrere bekannt. Vor allem bei einer langzeitigen Einnahme von Schmerzmitteln findet man in beigefügten Beipackzetteln immer wieder den Hinweis, dass Magengeschwüre als mögliche Nebenwirkung ausgelöst werden können. Dies ist durch die Wirkung der Medikamente zu erklären. Aspirin beispielsweise hemmt ein Enzym, also einen Biokatalysator des Organismus, das zur Produktion der Schmerz vermittelnden Botenstoffe nötig ist. Durch dessen Inaktivierung werden Schmerzen gehemmt und der gewünschte Erfolg erreicht. Doch dieses spezifische Enzym (Cyclooxygenase) findet sich auch in der Magenschleimhaut, wobei ihm hier eine entscheidende Schutzfunktion der empfindlichen Magenoberfläche zukommt. Durch die Wirkung des Schmerzmittels auf das Enzym kann nun neben dem gewünschten Effekt der Schmerzhemmung die Magenschleimhaut leichter angegriffen und geschädigt werden. Dies führt unter Umständen, also bei chronischer Einnahme oder übermäßiger Anwendung, zu der Ausbildung eines Magengeschwürs. Die Intaktheit der Magenschleimhaut ist für die Funktionstätigkeit des Magens von enormer Bedeutung, denn ohne sie können die wichtigen ersten Schritte der Verdauung nicht ordnungsgemäß ablaufen.
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