Bandscheibenvorfälle – ist eine OP wirklich immer nötig?
Bandscheibenvorfälle treten vor allem bei älteren Menschen gehäuft auf, aber auch die jüngere Generation wird davon nicht verschont. Als Therapiemöglichkeit finden jährlich etwa 30000 Operationen statt, bei der die Entfernung der Bandscheibe erfolgt. Diese hohe Anwendung stößt jedoch immer wieder auf Kritik, weil derartige Operationen keinen Erfolg garantieren und vor allem nicht langfristig Besserung verschaffen. Man geht sogar davon aus, dass sich die Therapieergebnisse von Patienten mit und ohne OP nicht sonderlich unterscheiden und eher die Waage halten. Welche Behandlung tatsächlich hilft und Besserung verschafft sollte immer individuell entschieden werden. Gründliche Untersuchungen, die Aufschluss über den Schweregrad des Bandscheibenvorfalls und entsprechende Schmerzen geben, sind der Entscheidung unbedingt voranzustellen. Eine Operationsindikation ist bei schwerwiegenden Nervenausfällen und Stoffwechselstörungen gegeben, andernfalls bestehen alternative Therapiemöglichkeiten, die vorzüglich kombiniert werden sollten. So sollte eine medikamentöse Behandlung mit Physiotherapie und Akupunktur verbunden werden.
Besonders erfolgreich und häufig angewendet ist die Injektionstherapie, die an der betroffenen Nervenwurzel erfolgt. Auch die Orthokinbehandlung verspricht entscheidende Verbesserungen. Dabei werden Proteine aus dem Blut des Geschädigten verwendet, die einen schmerzlinderne und entzündungshemmenden Effekt haben.
Webseite:
http://www.medizin-2000.de/news/2007/bandscheiben_op.html