Aspirin – wie wirkt es im Körper?
Aspirin gilt als eines der meist verwendeten Medikamente und wird jährlich im Durchschnitt 70 Millionen Mal verschrieben. Das Arzneimittel wird am Häufigsten zur Linderung von Schmerzen und im Besonderen zur Senkung von Fieber eingesetzt. Chemisch bezeichnet man Aspirin auch als Acetylsalicylsäure, abgeleitet von „salix“ – die Weide. Das Medikament wird nämlich aus den Blüten und Blättern vor allem der Weide, aber auch anderen diversen Pflanzen, gewonnen. Aspirin wirkt im Organismus auf die Produktion von Botenstoffen. Substanzen, die Schmerzreize zum Gehirn übermitteln, werden durch den hemmenden Einfluss des Medikaments nicht mehr ausreichend gebildet. Die sonst eintreffenden Schmerzsignale lassen Aussagen über die Funktionstätigkeit des Organismus zu: sie werden nämlich nur in Situationen übermittelt, in denen Entzündungen im Körper ablaufen oder verschiedene Krankheitserreger schädigend wirken. Die Botenstoffe vom Typ der Prostaglandine leiten nicht nur Schmerzsignale weiter, sie bewirken auch die typischen Entzündungszeichen: erhöhte Durchblutung des betroffenen Gewebes, weit gestellte und vermehrt durchlässige Blutgefäße sowie Gewebsschwellung. Damit die Prostaglandine gebildet werden können, ist das Enzym Cyclooxygenase erforderlich. Aspirin verändert die Struktur des wichtigen Enzyms und verhindert somit die Neubildung der Botenstoffe. Das Medikament wird als Tablette eingenommen und zeigt eine schnelle Wirksamkeit, da es bereits im Magen in das Blutgefäßsystem aufgenommen wird.
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