Nebennieren haben nichts mit den Nieren zu tun
Die Nebennieren sitzen den Nieren auf, haben jedoch sonst keinerlei Beziehung zu diesen Organen und deren Bedeutung als lebenswichtiges Ausscheidungsorgan. Sie bestehen aus der Nebennierenrinde und einer markhaltigen Zone, diese Aufteilung ist aufgrund der völlig unterschiedlichen Funktionen wichtig. Das Mark produziert die Hormone Noradrenalin und Adrenalin, die als Botenstoffe im Nervensystem fungieren und besonders in akuten Stresssituationen freigesetzt werden. Sie bewirken in diesem Fall eine schnelle effiziente Bereitstellung von Energie und eine damit verbundene Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die Nebennierenrinde besteht aus drei Zonen, die ebenfalls für die Herstellung von Hormonen verantwortlich sind. Es werden Glukokortikoide gebildet, als bekanntestes ist hier Cortisol zu nennen, zudem erfolgt die Produktion von Sexualhormonen und Mineralkortikoiden wie Aldosderon, die zur Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes des Körpers beitragen. Verschiedene Erkrankungen der Nebenniere sind bekannt. Man unterscheidet meist eine Unterproduktion von Hormonen und ein Überangebot an Botenstoffen, das durch tumorartige Entwicklungen bestehen kann. Derartige Funktionsstörungen werden im Falle einer Nebennierenschwäche mit Hilfe von Ersatzpräparaten behandelt. Einigen wird wohl der in Medikamenten enthaltene Inhaltsstoff Cortisol bekannt sein. Dieses wirkt als Präparat genau wie das biologisch hergestellte: besonders der entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekt erklärt die weitläufige Anwendung von Cortisol.
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