Brustkrebstherapie durch Aromatasehemmer
Die Erkrankung an Brustkrebs wird bei betroffenen Frauen, die sich bereits in den Wechseljahren befinden, unter anderem durch medikamentöse Verordnung von Aromatase- Hemmmern behandelt. Dabei richtet sich die Therapie auf die Unterdrückung der Wirkung des weiblichen Hormons Östrogen, wodurch sich hormonabhängige Krebszellen nicht mehr vermehren können. Östrogene werden im weiblichen Organismus aus Vorstufen hergestellt. Dies geschieht nur unter dem Einfluss des Enzmys Aromatase. Dabei findet die Umwandlung bei Frauen vor der Menopause hauptsächlich in den weiblichen Keimdrüsen, den Eierstöcken, statt. Frauen in den Wechseljahren zeigen keine oder eine verminderte Aktivität der Eierstöcke, die Östrogenproduktion ist hier eingeschränkt, aber nicht aufgehoben. Die Vorstufen, so genannte Androgene, werden nämlich weiterhin in der Nebennierenrinde gebildet, der Umwandlungsprozess mit Hilfe der Aromatase erfolgt im Muskel- und Fettgewebe des Körpers. Diese Produktion der Östrogene kann durch Aromatasehemmer verhindert werden. Dabei wirken die Medikamente über eine Inaktivierung des Enzyms, wodurch die Umsetzung der Androgene zu Östrogenen nicht mehr möglich ist. Allerdings ist der Einfluss der Aromatasehemmer auf die extraovarielle Östrogenherstellung begrenzt, wodurch die Therapie nur bei an Brustkrebs erkrankten Frauen in den Wechseljahren effektiv ist. Die derzeit verfügbaren Aromatasehemmer zeigen relativ geringe Nebenwirkungen, bewirken jedoch eine gewünschte starke Absenkung des Östrogenspiegels, wodurch das Wachstum der Krebszellen eingestellt werden kann.
Webseite:
http://www.brustkrebs-kompetenz.de/html/prae_aromatase_th.html