Lakritz beeinflusst den Blutdruck
Beim Genuss von kleinen leckeren Lakritzschnecken sollte man vorsichtig sein. Bei einem übermäßigen Verzehr kann es nämlich tatsächlich zu erhöhten Blutdruckwerten kommen. Lakritz wird aus dem Wurzelextrakt des Süßholzstrauches hergestellt und war vermutlich schon bei den alten Ägyptern beliebt- damals natürlich noch nicht aufgerollt und zum Naschen geedacht, sondern eher als Heilmittel verwendet. Man sagt Lakritz viele gesundheitsfördernde Wirkungen nach, aber bei zu viel kann sich die Leckerei eben auch negativ auf den Blutdruck auswirken. Ursache dafür ist der Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der als Enzym die Umwandlung von Kortisol in Kortison in der Niere hemmt. Kortisol ist die aktivierte Form von Kortison und bewirkt eine Anreicherung von Natrium, die wiederum gekoppelt ist an die Wasserretention im Körper. Die Folgen davon können Blutdruckerhöhungen sein, ebenfalls kann es zu Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) führen. Bei entsprechenden Erkrankungen wie Hypertonie (erhöhter Blutdruck) ist also Vorsicht geboten. Allerdings enthalten die in Deutschland hergestellten Waren gerade einmal 3% des Süßholzstrauchextraktes und so besteht bei Verzehr normaler Mengen (unter 200g pro Tag) keine ernsthafte Gefahr. Lakritz hat aber scheinbar auch sehr positive „Nebenwirkungen“: so fand man heraus, dass es förderlich auf Progesteron, ein Wehenhormon, wirkt und getestete Schwangere im Durchschnitt bis zu 2,5Tage früher entbunden.
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