Speiseröhrenentzündung – gefährliche Entartung möglich
Tritt vermehrt Sodbrennen auf, besteht bei Betroffenen die Gefahr der Entwicklung einer Speiseröhrenentzündung. Diese wird auch als Refluxösophagitis bezeichnet, zusammengesetzt aus den lateinischen Wörtern „Ösophagus“ für Speiseröhre und „Reflux“ für Zurückfließen. Es kommt nämlich zu einem vermehrten Rückfluss von saurem Magensaft durch einen Defekt des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre. Da die Speiseröhre keine Schutzschicht besitzt, die die Schleimhaut vor Angriffen der Magensäure bewahrt, führt ein gehäufter Rückfluss zur Ausbildung einer Entzündung. Diese betrifft normalerweise nur den unteren Teil der Speiseröhre durch den hier vorliegenden engen Kontakt zum Magen. In den letzten Jahren zeichnet sich eine Zunahme des Auftretens einer Speiseröhrenentzündung ab, derzeit betrifft es durchschnittlich zehn Prozent. Tritt die Erkrankung chronisch auf, so kann es zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Ein gehäufter Säureangriff kann nämlich Speiseröhrenkrebs verursachen. Ausgelöst wird das Karzinom durch die Entartung der Speiseröhrenzellen, die als Folge der Reizung durch den zurückfließenden Magensaft auftritt. Es kommt zu einer so genannten Metaplasie, also einer Umwandlung des Gewebes. Das Auftreten von Speiseröhrenkrebs wird jedoch als relativ seltene Komplikation und Folgeerkrankung angesehen.
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http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/sauresaufstossen.htm